Liebe MS-Patientinnen und Patienten,

die Berichte über das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2) und die dadurch ausgelöste Erkrankung (COVID-19) verunsichern momentan fast alle, die immunmodulierende Medikamente benötigen. Wir können diese Angst sehr gut verstehen.

Aus heutiger Sicht sollten Sie aber bitte solche Medikamente nicht eigenständig pausieren. Eine unkontrollierte Pause der Medikation kann gefährliche Erkrankungsschübe/ weitergehende Krankheitsprogression auslösen und dadurch dazu führen, dass Sie dann ein noch höheres Risiko haben. Hingegen gibt es bisher keine eindeutigen Daten, dass die eingesetzten Medikamente selbst das Risiko für die Erkrankung oder für besonders schwere Verlaufe drastisch erhöhen. Wir verfolgen aber die Entwicklungen sehr genau und werden Sie informieren, wenn sich neue Aspekte ergeben.

Wir möchten nochmal auf die Wichtigkeit der Einhaltung einfachster Verhaltens- und Hygieneregeln hinweisen, die Sie auf den Internetseiten des Robert-Koch-Institutes (RKI) finden. Vor allem gehört dazu Abstand insbesondere zu erkrankten Mitmenschen zu halten, Sozialkontakt möglichst einzuschränken sowie häufiges Händewaschen, insbesondere beim Nach-Hause-Kommen und vor Mahlzeiten/Mahlzeitenzubereitung.

Bitte haben Sie Verständnis, dass unsererseits keine generellen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen für die nächsten Wochen ausgestellt werden können. Auch bezüglich einer Entscheidung der Fortführung der Arbeitstätigkeit im Homeoffice bitten wir Sie nicht uns, sondern den zuständigen Arbeitsmediziner zu kontaktieren. Wiederholt erreichen uns zudem Fragen bzgl. geplanter Reisetätigkeiten — auch hier bestehen unsererseits keine anderen Empfehlungen als diese, die seitens der Bundesregierung veröffentlicht und täglich aktualisiert werden. Bitte sehen Sie daher von Anfragen ab, die um ärztliche Stellungnahmen bezüglich Ihrer geplanten Reisen bitten.

Falls Sie einen Infekt bekommen sollten, bitten wir Sie, nicht in einer unklaren Situation in die Ambulanz zu kommen. Bei Bedarf stehen das Gesundheitsamt und im Verdachtsfall die neu eingerichtete Corona-Ambulanz im Haus 10 des Uniklinikums sowie bei Atemnot selbstverständlich Notarztsystem und Notaufnahmen zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Team des MSZ-Zentrums Dresdens

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