Liebe Patientinnen, liebe Patienten, liebe Angehörige,

Knochen sind im wahrsten Sinne "lebendiges Gewebe", bestimmt durch einen fortlaufenden Auf- und Abbauprozess, einen ständigen Knochenumbau. Führt dieser Umbauprozess zu einer beachtlichen Verminderung der Knochenmasse und zu einer beträchtlichen Störung der Mikroarchitektur des Knochens, spricht man von einer Osteoporose.

Ursachen einer Osteoporose können sich in anderen Krankheiten finden, im Bewegungsmangel, in der Ernährung, bei Medikamenten die für den Knochenumbau nicht zuträglich sind, im Zusammenspiel der Hormone, in einer genetischen Disposition oder - was oft als die häufigste Ursache einer Osteoporose gesehen wird - im Alter. Menschen mit MS können aufgrund vielseitiger Ursachen ein erhöhtes Risiko haben, eine Osteoporose zu entwickeln. Häufig wird eine Osteoporose erst diagnostiziert, wenn es für vorbeugende Maßnahmen schon zu spät ist: Nach dem ersten Bruch. Sie können der Krankheit Osteoporose aktiv entgegentreten. Ernährung, Bewegung, Sturz-Prävention und Medikamente sind wichtige Maßnahmen, um der Erkrankung entgegen zu wirken und Frakturen zu verhindern!


Wir möchten Sie daher im Rahmen unserer Patientenfortbildung zum Vortrag mit dem Thema "MS und Osteoporose" von Dr. med. Elena Tsourdi am 25.06.2019 (17-18:30 Uhr) einladen, welcher sich an Betroffene mit MS sowie deren Angehörige richtet. Wir möchten diesen Abend interaktiv gestalten und daher auch Gelegenheit bieten auf Fragen von Betroffenen und Angehörigen einzugehen.

Ihr Team des Multiple Sklerose Zentrums Dresden und Ihr


Tjalf Ziemssen
Prof. Dr. med. Tjalf Ziemssen
Leiter des MS Zentrums & Zentrums für Klinische Neurowissenschaften

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Liebe Patientinnen, liebe Patienten, liebe Angehörige

nachdem unsere Patienteninformationsveranstaltungen in den letzten Jahren großen Zuspruch erfahren haben, liegt es uns am Herzen, diese Tradition auch in den kommenden Monaten fortzusetzen. Wie gehabt möchten wir Ihnen alle ca. zwei Monate Informationen rund um das Thema Multiple Sklerose aus erster Hand anbieten. Um auch den Berufstätigen unter Ihnen die Teilnahme zu ermöglichen, haben wir den Beginn auf 17:00 Uhr festgelegt.

Wir möchten auch schon auf unseren MS Tag am 23.11.2019 aufmerksam machen, bei dem wir Ihnen einen Überblick über die neuesten Entwicklungen im Bereich der Multiplen Sklerose geben möchten. Wenn Sie Wunschthemen für zukünftige Veranstaltungen haben, gehen wir gern auf diese ein.

Unsere Veranstaltungen finden Dienstags im Hörsaal 1 des Medizinisch-Theoretischen Zentrum (MTZ), Fiedlerstraße 42 (zwischen Fiedlerstraße und Blasewitzer Straße) am Uniklinikum Dresden statt. Das MTZ ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Die Bahnhaltestelle „Augsburger Straße“ (SB Linie 6 und 12, Bus 64) liegt in nächster Nähe. Der Rollstuhlzugang ist gewährleistet.

Dienstag, 07.05.2019, 17 – 18:30 Uhr
Ernährung, Darmflora, Umwelteinflüsse und MS
Urszula Konofalska, Assistenzärztin MS Zentrum, Universitätsklinikum Dresden

Dienstag, 25.06.2019, 17 – 18:30 Uhr
Osteoporose
Dr. Elena Tsourdi, Fachärztin Medizinische Klinik 3, Universitätsklinikum Dresden

Dienstag, 15.10.2019, 17 – 18:30 Uhr
Neuroanatomie, Neuropathologie, Pathogenese der MS
Dr. Undine Proschmann, Assistenzärztin MS Zentrum, Universitätsklinikum Dresden

Samstag, 23.11.2019, 10 – 15:00 Uhr
Multiple Sklerose Tag
MS Zentrum, Universitätsklinikum Dresden

Mögliche Raum- oder Terminänderungen machen wir auch kurzfristig auf unserer Website bekannt.

Kontakt

Ansprechpartner: M.Sc. Marcus Dominik
Tel.: 0351 458 6488, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Flyer Patientenfortbildung 2019 (PDF):

Liebe Patientinnen, liebe Patienten, liebe Angehörige,

zum Jahresabschluss möchten wir Sie am Dienstag, den 04.12.2018 von 17 bis 18:30 Uhr, zu einem Thema ins MTZ einladen, welches in unserer sich stetig verändernden Informationsgesellschaft nicht zu kurz kommen sollte: Kognitive Leistungsfähigkeit.

Der Vortrag von Prof. Dr. Christian Beste richtet sich an Betroffene mit MS sowie deren Angehörige und wird die Themen Kognition und Fatigue bei MS ins Visier nehmen. Dazu werden neue Ansätze in der Therapie vorgestellt. Wir möchten diesen Abend interaktiv gestalten und daher reichlich Gelegenheit bieten auf Fragen von Betroffenen und Angehörigen einzugehen.

Wir freuen uns, Sie auf dieser Veranstaltung begrüßen und mit Ihnen zusammen Fragen und Meinungen diskutieren zu dürfen.

Noch ein Hinweis in eigener Sache: Am Freitag, den 30.11.2018, bleibt das Zentrum zwecks Weiterbildung geschlossen.


Ihr Team des Multiple Sklerose Zentrums Dresden und Ihr


Tjalf Ziemssen
Prof. Dr. med. Tjalf Ziemssen
Leiter des MS Zentrums & Zentrums für Klinische Neurowissenschaften

001b smallLiebe Patientinnen, liebe Patienten, liebe Angehörige,

hiermit möchten wir Sie recht herzlich zum Multiple Sklerose Tag am Universitätsklinikum Dresden einladen.
Wir freuen uns, Sie am 08. September 2018 zahlreich begrüßen zu dürfen und präsentieren Ihnen unser vielfältiges Vortragsprogramm zu den neuesten Entwicklungen im MS-Bereich.

Unsere Veranstaltung findet wie immer im Medizinisch-Theoretischen Zentrum (MTZ), Fiedlerstraße 42 (zwischen Fiedlerstraße und Blasewitzer Straße) am Uniklinikum Dresden statt.

Unser Programm am 8.9.2018 

10:00 - 10:15 Uhr - Begrüßung, Prof. Dr. med. Tjalf Ziemssen (MSZ) 

Zeit

  

Hörsaal 1 (MTZ)

 

10:15 - 11:00

 

Was gibt es Neues bei MS?
Prof. Dr. med. Tjalf Ziemssen (MSZ)

 

11:00 - 11:30

 

Mobilitätsanalyse bei MS
Katrin Trentzsch (MSZ)

 

11:30 - 12:00

 

Kognition, Neurophysiologie und Bildgebung - neue Wege in der MS-Biomarkerforschung
Prof. Dr. Christian Beste (Kinder- & Jugendpsychiatrie)

 

12:00 - 13:00 Uhr - Mittagspause, für Speisen und Getränke ist gesorgt! 

Zeit

 

Hörsaal 1 (MTZ)

 

13:00 - 13:30

 

Aktuelle neuroimmunologische Aspekte und neue Biomarker in der MS
Dr. Katja Akgün (MSZ)

 

13:30 - 14:00

 

„Ihr wollt ja nur meine Daten!“ – Hintergrund und Sinnhaftigkeit von Beobachtungsstudien
Anja Dillenseger (MSZ)

 

14:00 - 14:30

 

Schwangerschaft und Familienplanung bei MS
Dr. Undine Proschmann (MSZ)

 

14:30 - 15:00

 

Behandlungsstrategien der erektilen Dysfunktion bei MS
Dr. Rick Proschmann (Urologie)

 

Ihr Team des Multiple Sklerose Zentrums Dresden und Ihr 


Tjalf Ziemssen
Prof. Dr. med. Tjalf Ziemssen
Leiter des MS Zentrums & Zentrums für Klinische Neurowissenschaften

Via Pressestelle UKD

Wenn im Sommer die Temperaturen steigen, haben besonders die Multiple Sklerose-Erkrankten mit einer Verschlechterung ihrer Beschwerden zu kämpfen: sie fühlen sich schlapper, müder und benommener bzw. klagen über eine Verstärkung ihrer Sehstörungen oder eine Verschlechterung ihrer motorischen Fähigkeiten. Darauf weisen die Experten aus dem Multiple Sklerose Zentrum am Zentrum für klinische Neurowissenschaften am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus hin. „Das hängt mit den Folgen der Multiplen Sklerose als entzündliche Erkrankung des Gehirns und des Rückenmarks zusammen“, sagt Prof. Dr. Tjalf Ziemssen, Direktor am Multiple Sklerose Zentrum. „Dort bilden sich nach Abheilen der aufgetretenen Entzündungsherde Narben im Bereich der Nervenfasern, die bei Erhöhung der Körpertemperatur schlechter die Informationen weiterleiten können und somit zum Wiederauftreten von Beschwerden führen können.“ Daher reagiert der MS-Patient auf Hitze mit einer deutlichen Verstärkung schon vorhandener Beschwerden, dies ist aber kein Krankheitsschub im eigentlichen Sinne, sondern ein sogenannter Pseudoschub, der auch als Uhthoff-Phänomen beschrieben ist.

Als Uhthoff-Phänomen wird die vorübergehende Verschlechterung von MS-Beschwerden bei einer Erhöhung der Körpertemperatur zum Beispiel bei Fieber oder erhöhter Umgebungstemperatur bezeichnet. Betroffen sind mehr als 80 Prozent der an MS-Erkrankten. Als Ursache wird eine temperaturbedingte Verschlechterung der Leitfähigkeit geschädigter Nervenfasern im Gehirn und Rückenmark angenommen. Das Phänomen wurde erstmals vom deutschen Augenarzt Wilhelm Uhthoff (1853-1927) beschrieben. Die Prophylaxe besteht in der Vermeidung erheblicher körperlicher Anstrengung sowie in der Vermeidung von Umständen, die die Körpertemperatur erhöhen. Die Beschwerden können auch durch das Tragen von Kühlkleidung, wie Kühlwesten, Kühlhauben und Kühlstrümpfen begrenzt werden. Die Alternative ist dann die einfache Schüssel mit kaltem Wasser, in die Füße und Arme getaucht werden können. Wichtig ist auch für MS-Patienten, dass sie möglichst viel trinken, um einem Flüssigkeitsverlust vorzubeugen, der zusätzlich die Beschwerden verschlimmern kann. Am besten geeignet ist hierzu Wasser.

Das MS-Zentrum am Uniklinikum Dresden, das zu den größten universitären ambulanten Versorgungszentren in Deutschland zählt und im Focusranking der MS Zentren bundesweit seit vielen Jahren stets Spitzenplätze einnimmt, hat sich speziell der Hitzeempfindlichkeit der MS-Patienten angenommen. Sowohl das Infusionszentrum als auch Wartezimmer und Anmeldung sind seit diesem Jahr klimatisiert, so dass die Patienten in angenehmer Atmosphäre bei Temperaturen von 20 Grad auf ihre Behandlung warten bzw. diese im Zentrum bekommen können. Gerade der ganzheitliche Ansatz, der auch solche hitzebedingten Beschwerden einschließt, ist dem Team des MS-Zentrums Dresden um Prof. Tjalf Ziemssen besonders wichtig.

„Leider gibt es im Bereich der Multiplen Sklerose immer noch viele Mythen und Gerüchte, die den Patienten einschränken“, sagt Prof. Tjalf Ziemssen. „So wird zum Beispiel berichtet, dass MS-Patienten aufgrund der Hitzeempfindlichkeit nicht in die Sauna gehen können.“ Dies ist als allgemeiner Grundsatz nicht richtig, viele Patienten profitieren von der Sauna. Bezüglich der Hitzeempfindlichkeit ist es interessant, dass es vor mehreren Jahrzehnten den sogenannten Heißbadtest gab. Dieser sollte dazu dienen, die Krankheit bei fraglichen MS-Patienten festzustellen. Dieser Test wird aufgrund von schweren Nebenwirkungen seit mehreren Jahrzehnten nicht mehr durchgeführt. „Man sieht daran, wie wichtig es ist, bei Diagnostik und Therapie uptodate zu sein“, sagt er.

Dafür finden am MS-Zentrum Dresden regelmäßige Patientenakademien statt. Dabei werden aktuelle Forschungsergebnisse und neue Entwicklungen in der Therapie vorgestellt sowie Antworten auf aktuelle Fragen und Probleme, wie die Leiden unter der aktuellen Hitzewelle, gegeben. Die nächste Akademie findet am 7. August 2018, 17 Uhr, im Hörsaal des MTZ, Fiedlerstraße 42, statt. Themen sind unter anderem neue Therapiemöglichkeiten bei Multipler Sklerose. „Zum Glück gibt es jetzt für die schubförmige, aber auch für die progrediente Multiple Sklerose mehr und mehr therapeutische Möglichkeiten, die aber individuell für den einzelnen Patienten ausgewählt werden müssen“, sagt Prof. Tjalf Ziemssen. Er referiert aus seiner breiten Erfahrung und gibt einen Ausblick in die MS-Therapie der Zukunft.