Mobilitätszentrum am MSZ

Seit dem Jahr 2016 erfolgt der kontinuierliche Aufbau des Mobilitätszentrums am Multiple Sklerose Zentrum in Dresden. Die regelmäßigen Ganganalysen sind Teil der klinischen Verlaufskontrolle und stehen dem behandelnden Neurologen für die weitere Therapieinitiierung zur Verfügung.
Testung auf der Gehmatte mit Bewegungssensoren
Testung auf der Gehmatte mit Bewegungssensoren


Hintergrund – Warum Ganganalyse?

  • Gehbehinderung ist ein erhebliches Problem, das zu verminderter Aktivität und Funktionseinschränkungen führt.
  • Innerhalb von 10 bis 15 Jahren nach Beginn der Erkrankung haben 80% der MS-Patienten Gehprobleme aufgrund von Muskelschwäche oder Spastik, Müdigkeit und Gleichgewichtsstörungen.
  • Typische Gangauffälligkeiten bei Multipler Sklerose: Gleichgewichtsstörung, Gangataxie und Fußheberschwäche
  • Die Ganganalyse identifiziert Veränderungen frühzeitig und bietet Zusatzinformation für optimale Therapie- und Hilfsmittelversorgung.

Untersuchungsmethoden der Ganganalyse

Die multimodale Ganganalyse erfasst verschiedene zeitliche und räumliche Gangparameter. Die Diagnostik besteht aus dem GAITRite-System, dem Mobility Labs System, dem 25 Foot Walk, dem 2-Minute-Walk und tabletbasierten Fragebögen zur Selbsteinschätzung des Patienten (MSWS-12, EMIQ). Alle Verfahren sind schmerz- und nebenwirkungsfrei und können in normaler Bekleidung absolviert werden. Hilfsmittel wie orthopädische Schuhe, Einlagen, Orthesen und Gehhilfen können genutzt werden und sind bitte zur Untersuchung mitzubringen.

Dauer: 30 bis 50 Minuten

  1. Klinische Untersuchung durch den Arzt und Anforderung der Mobilitätstestung
  2. Erhebung von anthropometrischen Daten (Körpergröße, Gewicht)
  3. Anbringen der Opalsensoren an den Gelenken
  4. 4 Walks auf dem GAITRite-Teppich (normales Gehen unter selbstgewählter Geschwindigkeit sowie unter Dual Task Bedingungen)
  5. Beurteilung des Gleichgewichtes mit dem Romberg Test
  6. Erstellung eines zusammenfassenden Report an jeweiligen Arzt
  7. Einleitung entsprechender Therapiemaßnahmen oder weitere Untersuchungen durch den Arzt

GAITRite System

  • Elektronische Gangmatte mit 29.952 Drucksensoren zur Beurteilung verschiedener zeitlicher und räumliche Gangparameter
  • Druck- und Zeitverläufe unter der Fußsohle, Abrollverhalten, Verlagerung des Körperschwerpunktes und Belastungsdauer werden analysiert
  • Hilfsmitteleinsatz (Stützen, Stock oder Rollator) ist ganz normal möglich
  • Objektive Bewertung der Verlaufes der Mobilitätsbeeinträchtigung bzw. der Effektivität von Behandlungsansätzen als Functional Ambulation Profile

Mobility Labs

  • Neurale Kontrolle von Gang und Gleichgewicht wird beurteilt
  • Bis zu 6 Sensoren sind gleichzeitig im Einsatz (je ein Brust- und Bauchsensor sowie je zwei Handgelenks- und Schenkelsensoren)

GENEActiv

Der Aktivitätstracker „GENEActiv Original“ ist ein am Handgelenk getragener, wasserfester Beschleunigungssensor. Er misst mit einer Frequenz von maximal 100 Hz Beschleunigungen in 3 Achsen und erhebt Bewegungsdaten aus einem Beschleunigungs-, Licht- und Temperatursensor im alltäglichen Umfeld des Untersuchten. Hierdurch können Aktivitätsprofile im Alltag erfasst werden.
Der Vorteil dieses neuen, innovativen Messinstruments ist, dass eine schwankende Tagesform des Patienten sowie die subjektive Einschätzung des Gesundheitszustands durch Dritte, die die üblichen Messmethoden (EDSS, MSFC etc.) beeinflussen können, minimiert werden. Der GENEActiv besitzt kein GPS, sodass Datenschutz komplett gewährleistet werden kann. Die Daten werden nur lokal auf dem Tracker bzw. zentrumsintern zur Auswertung gespeichert und nicht in eine Cloud geladen, sodass kein Zugriff Dritter auf diese Daten erfolgen kann.
Testung auf der Gehmatte mit Bewegungssensoren
Testung auf der Gehmatte mit Bewegungssensoren


Das Team

Leitung:
Katrin Trentzsch

Mitarbeiter:
Paul Bartscht - Studienassistent
Anne Geßner - Studienassistentin
Maximilian Hartmann - Studienassistent
Luisa Hielscher – Studienassistentin
Heidi Stölzer-Hutsch – Studienassistentin
Christiane Zwinkmann

Studentische Hilfskräfte: Emily Bieler, Charlotte Dominik, Felix Hohenbild und Leon Manns

Doktoranden: Eva Eich, Anna Schmitz, Martha Sommer, Andreas Zink

Bachelorant: Vincenzo Minacapilli

Kontakt

Zentrum für klinische Neurowissenschaften
am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
Multiple Sklerose Zentrum
Blasewitzer Str. 43
01307 Dresden

eMail:       MS-Ganganalyse@uniklinikum-dresden.de
Telefon:    0351-458-5933

MOBI MEDIA

Hintergrund- was kann die Sprunganalyse leisten?

  • Sprunganalyse als ein funktionelles Assessment aus der Leistungsdiagnostik zur frühzeitigen Erkennung von sensomotorischen Defiziten
  • Objektive Beurteilung der Reaktiv-, Schnell- und Explosivkraft, sowie der neuromuskulären Kontrolle und Bewegungsstrategie der unteren Extremität
  • Detaillierte Auswertung der Koordination und des Gleichgewichts mittels Analyse der einzelnen Sprungphase
  • Anhand der Sprunganalyse ist eine Präzisierung der Rehabilitation und physiotherapeutischen Behandlungsziele möglich

Untersuchungsmethoden der Sprunganalyse

Die Sprunganalyse wird auf einer AMTI Kraftmessplatte durchgeführt, welche dreidimensionale Kräfte und Momente messen kann. Anhand spezieller Analysesoftwares (AccuPower Solutions und Bioanalysis) werden Bodenreaktionskurven visualisiert und über 90 biomechanische Parameter ausgewertet.
Der/ Die Teilnehmende führt innerhalb von 15 Minuten ein Testprotokoll in Form eines Stufenmodells mit ansteigender Belastung und Schwierigkeit durch. Alle Verfahren sind schmerz- und nebenwirkungsfrei und können in normaler Bekleidung absolviert werden.

  1. Stufe: Zehenstand und Fersenstand
  2. Stufe: Squats
  3. Stufe: 10-Sekunden-Hoptest
  4. Stufe: 3 Bipedale Maximalkraftsprünge (Counter Movement Jumps)
  5. Stufe: 3 Monopedale Maximalkraftsprünge rechts/ links (Single Leg Counter Movement Jumps)
Sprunganalyse
Sprunganalyse auf der Kraftmessplatte
Sprunganalyse
Sprunganalyse auf der Kraftmessplatte

Kontakt

Zentrum für klinische Neurowissenschaften
am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
Multiple Sklerose Zentrum
Blasewitzer Str. 43
01307 Dresden

eMail:

MS-Ganganalyse@uniklinikum-dresden.de

Telefon:

0351-458-5933

Das Team

Leitung:
Katrin Trentzsch

Mitarbeiter:
Paul Bartscht - Studienassistent
Anne Geßner - Studienassistentin
Maximilian Hartmann - Studienassistent
Luisa Hielscher – Studienassistentin
Heidi Stölzer-Hutsch – Studienassistentin
Christiane Zwinkmann

Studentische Hilfskräfte: Emily Bieler, Charlotte Dominik, Felix Hohenbild und Leon Manns

Doktoranden: Eva Eich, Anna Schmitz, Martha Sommer, Andreas Zink

Bachelorant: Vincenzo Minacapilli

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