Baroreflex-Sensitivität

Die Berechnung der Baroreflex-Sensitivität (BRS) basiert auf den Oszillationen der RR Intervalle und des Blutdruckes mittels multipler trigonometrisch regressiver Spektralanalyse (MTRS).
Da diese Spektralanalyse die Fluktuationen beider Parameter optimal als Sinusschwingungen beschreibt, kann die Baroreflex Sensitivität zwischen zwei kohärenten Schwingungspaaren analog zur Sequenztechnik berechnet werden. Diese Methodik kann damit als statistische Verallgemeinerung dieser empirischen Sequenztechnik betrachtet werden.
Der Nachteil, dass es keine steigenden und fallenden Sequenzen gibt, wird durch die sehr große Anzahl von Einzelwerten (MTRS) ausgeglichen. Die Zuverlässigkeit der Einzel-BRS-Werte kann mittels des Verhältnisses der Varianzreduktionen beider Parameter geschätzt werden. Es können BRS-Werte für das LF-Band, für das HF-Band und die die Gesamt-Baroreflex-Sensitivität berechnet werden.
Eine Evaluierung dieser Methodik erfolgte in der EuroBaVar Studie von Laude et al. (2004).